Max-Taut-Schule Berlin: Der Mehrwert von Brennstoffzellen-Heizgeräten
Die Max-Taut-Schule beschäftigt sich in der Erstausbildung seit einigen Jahren intensiv mit der Brennstoffzellen-Technologie:

Bereits auf der Fachtagung Versorgungstechnik 2001 in Stuttgart wurde unter der Leitung Berliner Kollegen ein Workshop Brennstoffzelle durchgeführt. Ein weiterer Berliner Kollege, der vorher in Oldenburg tätig war, leitete 2006 im Rahmen der Landesinitiative Brennstoffzelle Niedersachsen Workshops zur Entwicklung von Unterrichtsmaterialien für die berufliche Bildung http://www.hpi-hannover.de/brennstoffzelle/226_pilotschulen.html.

Seit der Neuordnung des Berufsbildes „Anlagenmechaniker Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik“ bietet die Max-Taut-Schule das Thema im Lernfeld 15: „Integrieren ressourcenschonender Anlagen in Systeme der Gebäude- und Energietechnik“ an. Dazu weist das schulinterne Curriculum – auf der Grundlage des KMK-Rahmenplans und des Schulprogramms – der Max-Taut-Schule die Lernsituation „Zukunftstechnologie Brennstoffzelle“ mit einem Stundenumfang von acht Stunden aus. Als Demonstrationsmittel stehen H-TEC-Tischmodelle zur Verfügung.

In der gymnasialen Oberstufe wird in der 13. Klasse im Leistungsfach Technik die Brennstoffzelle in Form von Referaten und Präsentationen durchgeführt.

Regelmäßig wird der „Innovationspark Brennstoffzelle“ der Fa. Vattenfall mit den Schülern besucht.

Seit Oktober 2010 wird auch das Callux-Informationsprogramm, an dem Kollegen aus der Max-Taut-Schule mitgearbeitet haben, für die Ausbildung genutzt.

Materialien und Medien

Die derzeit wichtigsten Angebote zum Thema Brennstoffzellen in der Haustechnik werden im Folgenden kurz aufgezeigt.

1. Die H-TEC-Tischmodelle

Die beiden Bilder zeigen anlässlich eines Schüleraustausches mit Naxos (Griechenland) die an der Max-Taut-Schule verwendeten Tischmodelle der Fa. h-tec.


Wer sich mit Experimenten zur Brennstoffzellentechnologie befassen möchte, ist auf folgende Lehrmittelhersteller verwiesen:
www.h-tec.com
www.heliocentris.com

2. Unterrichtsangebot der Landesinitiative Brennstoffzelle Niedersachsen

Im Rahmen der Niedersächsischen Landesinitiative Brennstoffzelle wurden im Jahr 2006 Lernsituationen zum Thema Brennstoffzelle von niedersächsischen Berufsschullehrern der SHK- und ET-Branche für das Lernfeld 15 erarbeitet und in den Schulen erprobt. Die Lernsituationen befassen sich mit
  • Energieberatung
  • Grundlagen BHKW
  • Brennstoffzelle
  • Anforderungen für BHKW.
Die Lernsituationen sind beim NILS unter Anlagenmechaniker Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik als download zugänglich unter http://nibis.ni.schule.de/nibis.phtml?menid=631

3. CD-ROM „Brennstoffzellen erleben. Basismodul“

Die angeführte CD-ROM wurde in einem europäischen Leonardo da Vinci-Projekt zur Aus- und Weiterbildung in Brennstoffzellen-Heizgeräte entwickelt.

Auf der CD-ROM werden sechs Lernbausteine angeboten:
  • Elektrochemische Wandlung statt Verbrennung
  • Brennstoffzellen und Brennstoffzellen-Heizgeräte
  • Energiewandlung vor Ort
  • Steigerung der Energieeffizienz
  • Emissionsarme Energieversorgung
  • Wasserstoff-Energieträger der Zukunft?
Durch die Brennstoffzellentechnologie sind insbesondere die Heizungs- und Elektrotechnik gefordert. Was verbirgt sich z. B. hinter Bezeichnungen wie „Wärme- bzw. stromgeführte Auslegung von Brennstoffzellen-Heizgeräten“ oder „Übergang von Erdgas zu Wasserstoff“ usw.

Sie möchten sich einen ersten Eindruck zur Gestaltung der Lernbausteine verschaffen? Dann wählen Sie: www.fuelcellknowhow.com/cdbasismodul/.

4. Callux-Informationsprogramm

Frei zugänglich und kostenlos zum download werden von Callux die multimedial aufbereiteten Informationen über eine „Zukunftsfähige Energieversorgung mit Brennstoffzellen-Heizgeräten“ angeboten. Direkt nach dem Aufruf wird man in den Umgang mit dem Programm eingeführt, kann aber auch mit einem Mausklick sofort inhaltlich starten, je nach dem wie es gewünscht ist. Mit dem Informationsprogramm werden sechs Kapitel angeboten:
  • Umwelt, Ressourcen, Energieeffizienz
  • Kraft-Wärme-Kopplung
  • Brennstoffzellen-Heizgeräte
  • Einbindung in die Haustechnik
  • Energie- und Datenmanagement
  • Rahmenbedingungen für den Markterfolg.
Das Callux-Informationsprogramm finden Sie hier: www.callux.net/home.Marktpartner.html.

Die Max-Taut-Schule wird in absehbarer Zeit Umsetzungsmaterialien für das Informationsprogramm entwickeln.

Perspektive und Zielsetzung

Die Max-Taut-Schule hat sich zur Aufgabe gemacht, zum Thema „Brennstoffzellen-Heizgeräte“ die Kräfte zu bündeln. Die Max-Taut-Schule ist bereit, bundesweit als Anlaufstelle für die Ausbildung Brennstoffzellen-Heizgeräte in Berufsschulen zu agieren. Sie will mit Partnern Ausbildungsangebote erproben und umsetzen. Sie will Multiplikator für Schulungen von Berufsschullehrern sein.

Die Max-Taut-Schule ist insbesondere bereit, mit Interessenten sich auszutauschen über:
  • Überlegungen und Grundsätze zur schulspezifischen Gestaltung von Informations- und Lernangeboten.
  • Ausarbeitung und Vermittlung von Unterrichtsbeispielen für die Einführung in Brennstoff¬zellen-Heizgeräte.
  • Aufbau eines länderübergreifenden Verbundes von Berufsschulen zum Thema Brenn¬stoffzellen.
  • Entwicklung eines Seminarkonzeptes „Brennstoffzellen-Heizgeräte in der Berufsausbildung“ für Lehrkräfte an Berufsschulen.
  • Beteiligung und Mitwirkung an der Multiplikatorenschulung für SHK- und ET-Berufsschulen.
Mehr zur Max-Taut-Schule unter www.max-taut-schule.de.

Kontakt:
Klaus Schulz: schulz.k@t-online.de
Frank Weimann: f.weimann@web.de



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