PPP = Public Privat Partnership

Unter PPP werden Maßnahmen verstanden, bei denen eine geregelte Zusammenarbeit zwischen Einrichtungen des öffentlichen Lebens einerseits und privaten Unternehmen der Wirtschaft andererseits erfolgen. So war es auch bei der Entwicklung der folgenden Materialien, die unter Beteiligung des Arbeitskreises Versorgungstechnik entstanden sind:

IWO (Hrsg.): Unterrichtsmaterial für die berufliche Bildung
Wilo-Brain (Hrsg.): Lernsituationen zur Optimierung von Heizungsanlagen

Das Institut für wirtschaftliche Ölheizung (IWO) bzw. die Fa. Wilo SE haben die Entwicklung und Gestaltung von Materialien und Medien in Auftrag gegeben, da sie sowohl an einer qualifizierten Berufsbildung als auch an den daraus resultierenden positiven Marketingeffekten interessiert sind. Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB), das Heinz-Piest-Institut für Handwerksforschung (HPI), die beim IWO-Angebot beteiligte Berufsschule Ahrensburg, die für Wilo-Brain einbezogene Überbetriebliche Bildungsstätte Handwerkskammer Osnabrück sowie die Berufsschule in Bremerhaven haben das Anliegen der Auftraggeber als Möglichkeit verstanden, in einer schlüssigen Form ein Ausbildungsangebot für ein gesamtes Lernfeld bzw. für Kurse umsetzen zu können. Die Forschungsgruppe Praxisnahe Berufsbildung hat ihr Know-how im Sinne einer berufspädagogischen Forschungs- und Auftragsarbeit anwenden können.

Der bei der Entwicklung und Gestaltung der multimedialen Materialien gewählte Ansatz,
  • die Voraussetzungen und Bedingungen der Lernorte und der dafür zuständigen Einrichtungen zur Kenntnis zu nehmen,
  • Interesse, Kompetenzen und Mittel der Wirtschaft als Umsetzungsbasis einzusetzen und
  • das berufspädagogische Handwerkszeug bei der Umsetzung durch die Finanzierung wissenschaftlicher Kompetenz zu nutzen,
erscheint ausgesprochen erfolgreich. Die Auszeichnungen für die angeführten Materialien lassen diesen Schluss zu. Fortbildungsseminare für Berufsschullehrer und Ausbilder, die sowohl zum Umgang mit den Materialien zum Thema „Heizöl“ als auch mit den „Lernsituationen zur Optimierung von Heizungsanlagen“ bereits durchgeführt wurden, haben dieses auch eindrucksvoll bestätigt.

Es ist daher zu empfehlen, dass nach dem praktizierten Verfahren Ausbildungsangebote auch für die Lernfelder in der SHK-Ausbildung entstehen sollten, die bisher noch ohne lernfeldgerechte Umsetzung in Lernsituationen vermittelt werden. Generell gilt, dass Lehrkräfte fast aller Berufe einen Bedarf an lernfeldgerechten Ausbildungsmaterialien haben.

Lehrern bitte helfen! lautet daher der Tenor des Beitrags, der in der SHT 4/2010 erschienen ist. Sie finden den Beitrag hier zum lesen und zum download.



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