Willkommen auf der Homepage des Arbeitskreis Versorgungstechnik
Erste ostdeutsche Fachtagung Versorgungstechnik an der Max-Taut-Schule (Berlin)

Am 8. und 9. Dezember 2011 fand an der Berliner Max-Taut-Schule in Zusammenarbeit mit dem Landesinstitut für Schule und Medien (LISUM) Berlin-Brandenburg die erste Fachtagung zum Thema „Systemkompetenz im Berufsfeld Gebäude und Technik“ statt. Diese Fachtagung wurde von ca. sechzig Teilnehmer/-innen aus den östlichen Bundesländern besucht und versteht sich als Kooperationsveranstaltung beruflicher Schulen, den Innungen, dem Handwerk und der einschlägigen Hersteller. Die Tagung möchte auch in Zukunft über technologische Trends der Versorgungstechnik informieren, neue berufspädagogische wie auch technologische Entwicklungen vorstellen, analysieren und diskutieren. Sie will Anstöße zur praktischen Umsetzung bieten und hat sich das ehrgeizige Ziel gesteckt ein Forum für den Austausch/Dialog zwischen Wirtschaft, Berufsschule und Wissenschaft zu sein.

Der erste Teil der Veranstaltung fand in den Räumen des LISUM‘s in Ludwigsfelde (Brandenburg) statt. Prof. Dr. Manfred Hoppe (Forschungsgruppe Praxisnahe Berufsforschung /Uni Bremen) stellte unter dem Thema: „SHK im Wandel – muss die Berufsbildung reagieren?“ interessante Thesen bzw. Fragen zu möglichen alternativen Berufsaus- und Weiterbildungsmodellen vor, die anschließend in einer Diskussionsrunde differenzierter betrachtet wurden.

Im Anschluss daran bestand die Möglichkeit zur Besichtigung der Fachabteilung der Berufsschule des Oberstufenzentrums Technik in Teltow.
Zu Beginn des zweiten Fachtages fanden Führungen durch die entsprechenden Fachräume mit entsprechenden Erläuterungen der berufstheoretischen Ausbildung an der Max-Taut-Schule in Berlin statt. Parallel dazu hatten die Teilnehmer die Möglichkeit, sich auf einem „Marktplatz der technischen Neuerungen“ mit neuen Produkten der Hersteller BRÖTJE, GRUNDFOS, JUNKERS, REHAU, und WÖHLER vertraut zu machen.

In den nachfolgenden Workshops, hatten sich die Teilnehmer mit der momentan vermittelten elektrotechnischen Ausbildungsinhalten der AM (SHK), den zukünftigen Ansprüchen an die Anlagenmechaniker-Ausbildung, entsprechende Weiterbildungskonzepte sowie der zukünftigen Ausbildung aus der Sicht von Handwerk und Industrie auseinanderzusetzten.

Stichpunktartige Darstellung der wesentlichen Workshop-Ergebnisse:
  • Die Elektrofachkraft sollte nicht pauschal mit dem Gesellbrief bescheinigt werden, da die vermittelten Inhalte sowohl der praktischen als auch der theoretischen Ausbildung dies nicht rechtfertigen.
  • Um in Zukunft die geforderten Ansprüchen an die Anlagenmechaniker-Ausbildung abzusichern, bedarf es strukturellen Veränderungen (z. B. Herauslösung aus dem Berufsfeld Metalltechnik oder Schaffung spezieller Zusatzmodule), einer Erhöhung des gesellschaftlichen Ansehens und eines intelligent organisierten Lernens (z. B. Schaffung von e-learning Plattformen oder der verstärktere Einsatz von SOL-Elementen im Unterricht) .
Da sich diese Veranstaltung als Start-Veranstaltung verstanden wissen möchte, sollen die Ergebnisse nach Möglichkeit in der Folgeveranstaltung im nächsten Jahr weiter präzisiert werden. Um dies zu erreichen, soll die Teilnehmerzahl aus den östlichen Bundesländern weiter gesteigert werden und es soll nach weiteren Kooperationsmöglichkeit (z. B. mit dem Arbeitskreis Versorgungstechnik oder der TU Dresden) gesucht werden.

Die Gesamtergebnisse sind auf der Homepage der Max-Taut-Schule unter www.max-taut-schule.de in der Rubrik Projekte einzusehen.

Bernd Meier
Abteilungsleiter Max-Taut-Schule



Der Flyer der Fachtagung zur Ansicht (PDF, 503 KB)

Einige Impressionen der Fachtagung:





© 2003-2016 Arbeitskreis Versorgungstechnik